Kaufen, um glücklich zu sein?

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Sonntag, 23. April 2017 -
Vor zwölf Jahren:
Auszug aus dem Elternhaus in eine Wohnung im vierten Stock (ohne Lift!)
Kistenschlepphelferin: *ächz* *stöhn* Du hast ja wirklich mehr Bücher als Kleidung! *schnauf*

Ja, ich gehöre zu den weiblichen Wesen, die mehr Bücher als Kleidung besitzt und die damals mit einem Karton Kleidung, aber 3 Kartons Büchern das elterliche Nest verließ.
Fakt ist aber auch, das ich damals unheimlich gern einkaufen ging und über Jahre hinweg,  beinah jeden Samstag in Einkaufscentern unterweg war
.
Einkaufen war mein Stückchen Schockolade. Ich war auf der Suche nach ein wenig Glück, und der Kauf von Kleidung (und anderen Dingen) machte mich kurzzeitig glücklich.


Irgendwann im Laufe dieser Jahre fiel ich dann in ein tiefes Loch. Weder shoppen noch Schockolade konnten mich glücklich machen.  Und trotzdem konnte ich nicht davon lassen. Vielleicht würde die Freude, das Glücklichsein, der Sonnenschein wiederkommen, wenn ich nur genug einkaufe und Schokolade esse.

Doch er kam nicht.

Viel zu oft verließ ich den Laden ohne neue Kleidung und deprimierter als noch zuvor.
Bis ich eines Tages in der Umkleidekabine stand, Kleidung anprobierte und dabei einen verärgerten Vater lauschte, der mit seinen Töchtern schimpfte.
Ich kann mich zwar nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, weiß aber, das er sich irrsinnig geärgert hatte, das die Hauptbeschäftigung seiner Töchter aus Shoppen bestand und sie das Loch in ihren Seelen mit Kleidung  zu stopfen versuchten.
Obwohl die Worte nicht an mich gerichtet waren, wusste ich in diesem Moment, das auch ich mich in einen dieser seelenlosen Kleidungs-Zombie verwandelt hatte, der Glück in Form von Kleidung kaufen wollte.
Ich zog also mein gerade noch probiertes Kleidungsstück aus, hängte es zurück auf den Kleidungsbügel und verließ das Geschäft, ohne etwas gekauft zu haben.

Die Worte hallten immer wieder in meinem Kopf nach. 
Ich konnte kein Kleidungsgeschäft mehr betreten, ohne nicht wieder an die Worte des verärgerten Vaters zu denken.
Also lies ich es gut sein. Und ging nicht mehr jeden Samstag ins Shoppingcenter.

Ich ging lieber in die Berge und genoss die Stille der Natur, als mich durch stickige, übervolle Gänge zu quetschen.



 Und langsam kam es wieder,  das Gefühl der Freude, das klein wenig Glücklichsein.
Auch ohne Kauf und Schokolade.


Muhment...ähm Moment #3

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Samstag, 5. September 2015 -


Sonnenschein, saftige grüne Wiesen, ein Wanderweg quer durch die Kuhweide....
An sich ja nichts besonderes und schon einige Male erlebt, blöd nur, wenn plötzlich die Herde in schnellen Schritten auf dich zukommt.
Da helfen nur ein paar schnelle Knispser und ein beherzter Sprung über den Stacheldrahtzaun.



Glücksmoment Wasser #2

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Sonntag, 30. August 2015 -

Ja, Wasser macht mich glücklich.
War ich doch immer schon das Sommerkind, das nie aus dem kühlen Nass zu bekommen war.

So auch heute.
Ich bin, vermutlich das letzte Mal in diesem Jahr, noch einmal in den See gesprungen.
Es war schön kalt, aber ich habe jede Minute genossen.
Die Sonne die mir ins Gesicht strahlte, das Wasser, das sich ganz weich zwischen den Fingern anfühlte, den leckeren Bananensplit danach.

Es war das perfekte Bilderbuchwetter mit leuchtend blauem See, dahinter grüne Wiesen und Berge, blauer Himmel und stahlender Sonnenschein, ohne ein einziges Wölkchen in Sicht.

Solche Momente sollte man auskosten und sie im Herzen festhalten für kalte, dunkle Tage.

Glückmomente Wasser

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Samstag, 29. August 2015 -
Noch schnell, bevor der Sommer winke winke macht, meine diesjährigen
  1. mit offenen Haaren rückwärts schwimmen. Wenn mir das Haar über die Schultern streicht, fühl ich mich gleich ein klein wenig wie Arielle, die Meerjungfrau.
  2. mit den Wellen springen, ihnen entgegenschwimmen, mich von ihnen treiben lassen.
  3.  mich in eine Primaballerina verwandeln und unter Wasser Ballettfiguren nachtanzen.
  4. mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen schwimmen.
  5. ein kleines aufblasbares Kissen, das nicht nur hilft, wenn ich keine Kraft mehr habe, sondern mich auch wieder zum Kind werden lässt.

Moment #1

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Mittwoch, 26. August 2015 -


Moment #1 entstand am selben Tag, wie die Idee zu dem Projekt MOMENTE.

Wir waren gerade an der letzen Doppelhaushälften-Siedlung vorbei, hatten hinter uns noch ein paar Gartenhäuschen, als ich sie erblickte.

Ich habe ja schon einige Wildtiere beim Wandern angetroffen, aber das ist mir noch nie passiert. Sie stand keine fünf Meter von uns entfernt, kaute genüsslich vor sich hin und bemerkte uns nicht mal, so beschäftigt war sie mit dem leckeren Essen.
So sahen wir ihr einige Minuten zu, bis sie uns endeckte. Aber sie schreckte nicht auf, sondern beobachtete uns und wir beobachteten sie. Irgendwie schien es, als würde sie überlegen, ob sie ihren leckeren Futterplatz verlassen sollte oder nicht.
Dann drehte sie sich um, machte ein paar Sprünge durchs hohe Gras und verschwand in den Wald.

Diesen Moment werd ich nicht so schnell vergessen, denn nicht nur, das dieses Reh nahezu in Streichelnähe stand, nein, ich habe es auch geschafft, sie auf Film festzuhalten und mir somit auch an schlechten Tage mit dem Anblick Glücksmomente zu veschaffen.

Momente

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Dienstag, 25. August 2015 -
Es gibt Wandertage, an denen schweigt man vor sich hin. An anderen schimpft man über Gott und die Welt die Arbeit.
An jenem schönen Wandertag im Frühsommer, als alles rund um uns blühte und die Sonnenstrahlen uns angenehm wärmten, sprachen wir über MOMENTE.

Im Umfeld meiner Wanderfreundin waren vor kurzem einige Bekannte an Krebs erkrankt, gestorben oder hatten mit der ein oder anderen Krankheit zu kämpfen. Auch sie selbst hatte eine Operation hinter sich, die ein einjähriges Leidensmartyrium mit sich zog, bei dem sie nicht schlafen könnte, nicht vernünftig essen konnte und von Ärzten zur eingebildeten Kranken und Depressiven gemacht wurde.
Wenn man sich also seiner eigenen Sterblichkeit bewusst wird und rund um einen sieht, wie sich von einem Moment auf den anderen alles verändert, beginnt man das Leben mehr zu schätzen.

Meine Wanderfreundin meinte, es sei es nicht wert sich  z.B. über dämliche Arbeitskollegen zu ärgern.
 Stattdessen sollte man sich täglich einen kleinen, schönen Moment gönnen.


Dieser Gedanke lässt mich seither nicht mehr los.

Kleine (und auch große) Momente, die einen glücklich machen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das Herz höher schlagen lassen.
Dabei muss es nichts Großes sein. Oft reichen schon nette Worte eines Fremden, Lachtränen mit Freunden oder Sonnenschein an einem trüben Tag.

Ich möchte also hier meine Momente sammeln, um mir zu zeigen, auch wenn das Leben manchmal selten dämlich ist, es immer wieder Augenblicke gibt, die mich glücklich machen.