Serienwahnsinn: Superman returns, Teil1

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Sonntag, 7. Mai 2017 -
Mit 12 oder 13 Jahren, in dem Alter, in dem ich mit meinen Barbies erste Sexpositionen durchspielte und dennoch an den strahlenden Ritter auf dem weißen Ross glaubte, war "Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark" mein Guilty Pleasure.

Ich sah die Serie unheimlich gerne, fand Clark Kent sexy und war verliebt in die Beziehung von Lois und Clark.
Was bei meinen Freundinnen "Reich & Schön" war, war bei mir "Lois & Clark".
Man gab es nicht öffentlich zu, aber insgeheim liebte ich die Serie mit ihren unrealistischen Ansichten in Sachen Liebe.

Als ich vor einem Jahr in einem Elektronikmarkt vor dem DVD Serien-Boxen stand, befand ich mich wieder in derselben Situation. In diesem Moment verwandelte ich mich wieder im mein 12jähriges Ich, dass um die DVD Regale tänzelte, die Boxen kaum anschauen traute und überlegte

"Nehm ich sie, oder lass ich sie stehen?"
Steh ich zu meinem Guilty Pleasure oder schäm ich mich zu sehr?
Und auch die Erwachsenen Stimme in meinem Kopf war nicht gerade hilfreich
"Was sollen die anderen von dir denken?"
"Was wenn es absoluter Mist ist?"
"Was, wenn sich herausstellt, das ich früher einen absolut fürchterlichen Geschmack hatte?"

Im Endeffekt habe ich sie doch gekauft und stellte fest, dass
...es den Menschen/anderen Kunden/der Kassiererin ziemlich egal ist, was du kaufst.
...ich mich auf mich verlassen kann und zwar einige Guilty Pleasures habe, die aber längst nicht so schlimm und schämungsbedürftig sind, wie ich dachte.
  
Weiter gehts mit:

Teil 2 : Serienwahnsinn: Vom Superjungen, der schreienden Reporterin und dem Wahrhaft Bösen

3 of a kind - I can not live without

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Mittwoch, 3. Mai 2017 -
Nachdem ich den Blogpost
http://www.sasverse.de/3ofakind/


gelesen hatte, wusste ich sofort, ohne was ich einfach nicht leben kann:


1. Taschentücher
So simpel, so einfach.
Ich kann ohne Geld/ohne Handy/ohne Make-up meine Wohnung verlassen...alles kein Problem, kann gut damit bzw. ohne leben. Aber ohne Taschentücher. No way.
Da leiden dann meine Pulloverärmeln und die lieben Mitmenschen darunter.

2. Wandern
Hätte mir das jemand vor Jahren vorausgesagt, ich hätte gelacht und den Kopf geschüttelt. Ich bin kein besonders sportlicher Mensch und eine Sportart regelmäßig und mit Begeistung auszuführen, war für mich früher unvorstellbar. Nach 8 Jahren kann ich  nun sagen, ich kann mir das Leben ohne meine wochenendlichen Wanderungen gar nicht mehr vorstellen.
Während ich früher ganze Wochenenden unter der Bettdecke verbracht habe und mich jedesmal über das zu kurze Wochenende und meine Motivationslosigkeit geärgert hatte, ist es heute so, dass wenn ich gar nicht rauskann, um mich zumindest etwas zu bewegen, ganz unrund werde.
Wandern hat mir so viel wieder zurückgegeben, von dem ich geglaubt habe, ich hätte es verloren und gibt mir immer noch so viel kleine, wie große Glücksmomente, dass ich es in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

3. Mein Fahrrad
Mein Fahrrad ist, da ich keinen Führerschein besitze, mein Weiterbringer, mein Zur-Arbeit-Fahrer, mein Lastenesel. Ohne mein Fahrrad kann ich mir mein tägliches Leben gar nicht vorstellen. Funktionert nicht.

Kaufen, um glücklich zu sein?

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Sonntag, 23. April 2017 -
Vor zwölf Jahren:
Auszug aus dem Elternhaus in eine Wohnung im vierten Stock (ohne Lift!)
Kistenschlepphelferin: *ächz* *stöhn* Du hast ja wirklich mehr Bücher als Kleidung! *schnauf*

Ja, ich gehöre zu den weiblichen Wesen, die mehr Bücher als Kleidung besitzt und die damals mit einem Karton Kleidung, aber 3 Kartons Büchern das elterliche Nest verließ.
Fakt ist aber auch, das ich damals unheimlich gern einkaufen ging und über Jahre hinweg,  beinah jeden Samstag in Einkaufscentern unterweg war
.
Einkaufen war mein Stückchen Schockolade. Ich war auf der Suche nach ein wenig Glück, und der Kauf von Kleidung (und anderen Dingen) machte mich kurzzeitig glücklich.


Irgendwann im Laufe dieser Jahre fiel ich dann in ein tiefes Loch. Weder shoppen noch Schockolade konnten mich glücklich machen.  Und trotzdem konnte ich nicht davon lassen. Vielleicht würde die Freude, das Glücklichsein, der Sonnenschein wiederkommen, wenn ich nur genug einkaufe und Schokolade esse.

Doch er kam nicht.

Viel zu oft verließ ich den Laden ohne neue Kleidung und deprimierter als noch zuvor.
Bis ich eines Tages in der Umkleidekabine stand, Kleidung anprobierte und dabei einen verärgerten Vater lauschte, der mit seinen Töchtern schimpfte.
Ich kann mich zwar nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, weiß aber, das er sich irrsinnig geärgert hatte, das die Hauptbeschäftigung seiner Töchter aus Shoppen bestand und sie das Loch in ihren Seelen mit Kleidung  zu stopfen versuchten.
Obwohl die Worte nicht an mich gerichtet waren, wusste ich in diesem Moment, das auch ich mich in einen dieser seelenlosen Kleidungs-Zombie verwandelt hatte, der Glück in Form von Kleidung kaufen wollte.
Ich zog also mein gerade noch probiertes Kleidungsstück aus, hängte es zurück auf den Kleidungsbügel und verließ das Geschäft, ohne etwas gekauft zu haben.

Die Worte hallten immer wieder in meinem Kopf nach. 
Ich konnte kein Kleidungsgeschäft mehr betreten, ohne nicht wieder an die Worte des verärgerten Vaters zu denken.
Also lies ich es gut sein. Und ging nicht mehr jeden Samstag ins Shoppingcenter.

Ich ging lieber in die Berge und genoss die Stille der Natur, als mich durch stickige, übervolle Gänge zu quetschen.



 Und langsam kam es wieder,  das Gefühl der Freude, das klein wenig Glücklichsein.
Auch ohne Kauf und Schokolade.


Muhment...ähm Moment #3

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Samstag, 5. September 2015 -


Sonnenschein, saftige grüne Wiesen, ein Wanderweg quer durch die Kuhweide....
An sich ja nichts besonderes und schon einige Male erlebt, blöd nur, wenn plötzlich die Herde in schnellen Schritten auf dich zukommt.
Da helfen nur ein paar schnelle Knispser und ein beherzter Sprung über den Stacheldrahtzaun.



Glücksmoment Wasser #2

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Sonntag, 30. August 2015 -

Ja, Wasser macht mich glücklich.
War ich doch immer schon das Sommerkind, das nie aus dem kühlen Nass zu bekommen war.

So auch heute.
Ich bin, vermutlich das letzte Mal in diesem Jahr, noch einmal in den See gesprungen.
Es war schön kalt, aber ich habe jede Minute genossen.
Die Sonne die mir ins Gesicht strahlte, das Wasser, das sich ganz weich zwischen den Fingern anfühlte, den leckeren Bananensplit danach.

Es war das perfekte Bilderbuchwetter mit leuchtend blauem See, dahinter grüne Wiesen und Berge, blauer Himmel und stahlender Sonnenschein, ohne ein einziges Wölkchen in Sicht.

Solche Momente sollte man auskosten und sie im Herzen festhalten für kalte, dunkle Tage.

Glückmomente Wasser

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Samstag, 29. August 2015 -
Noch schnell, bevor der Sommer winke winke macht, meine diesjährigen
  1. mit offenen Haaren rückwärts schwimmen. Wenn mir das Haar über die Schultern streicht, fühl ich mich gleich ein klein wenig wie Arielle, die Meerjungfrau.
  2. mit den Wellen springen, ihnen entgegenschwimmen, mich von ihnen treiben lassen.
  3.  mich in eine Primaballerina verwandeln und unter Wasser Ballettfiguren nachtanzen.
  4. mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen schwimmen.
  5. ein kleines aufblasbares Kissen, das nicht nur hilft, wenn ich keine Kraft mehr habe, sondern mich auch wieder zum Kind werden lässt.

Moment #1

- 0 Kommentare | Schreib mir einen Kommentar ♥ | Mittwoch, 26. August 2015 -


Moment #1 entstand am selben Tag, wie die Idee zu dem Projekt MOMENTE.

Wir waren gerade an der letzen Doppelhaushälften-Siedlung vorbei, hatten hinter uns noch ein paar Gartenhäuschen, als ich sie erblickte.

Ich habe ja schon einige Wildtiere beim Wandern angetroffen, aber das ist mir noch nie passiert. Sie stand keine fünf Meter von uns entfernt, kaute genüsslich vor sich hin und bemerkte uns nicht mal, so beschäftigt war sie mit dem leckeren Essen.
So sahen wir ihr einige Minuten zu, bis sie uns endeckte. Aber sie schreckte nicht auf, sondern beobachtete uns und wir beobachteten sie. Irgendwie schien es, als würde sie überlegen, ob sie ihren leckeren Futterplatz verlassen sollte oder nicht.
Dann drehte sie sich um, machte ein paar Sprünge durchs hohe Gras und verschwand in den Wald.

Diesen Moment werd ich nicht so schnell vergessen, denn nicht nur, das dieses Reh nahezu in Streichelnähe stand, nein, ich habe es auch geschafft, sie auf Film festzuhalten und mir somit auch an schlechten Tage mit dem Anblick Glücksmomente zu veschaffen.